Neugierig auf Kinder- und Jugendbücher?

 

Das Bücher-Medien-Magazin

 HITS für KIDS 43

 Das Magazin des Buchhandles und der Verlage. 

Mit 120 Rezensionen zu den Neuerscheinungen des Bücherherbstes 2014.


 

 

21 Jahre Bücher-Medien-Magazin HITS für KIDS!

Ein Kompendium empfehlenswerter Kinder- und Jugendliteratur.

  

HITS für KIDS 43 – die neue Ausgabe! – JETZT bei Ihrem Buchhändler!

 

 

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Bezug von Einzelheften:

 

Die Printausgabe von HITS für KIDS erhalten Sie in 2.500 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. HITS für KIDS erscheint zweimal im Jahr, zur Buchmesse Leipzig im Frühjahr und zur Buchmesse Frankfurt/Main im Herbst, mit Empfehlungen zu Kinder- und Jugendbüchern und zu Hörbüchern.

 

Versand von Einzelheften nur innerhalb von Deutschland:

 

Gegen Briefmarken (2mal 0,58 Euro und 1mal 1,45 Euro für Porto) über Verlag HITS für KIDS, Mainstraße 2, D-65462 Ginsheim-Gustavsburg. Mail: redaktion@hitsfuerkids.de

 

Für Buchhändler: Sie erhalten das Bücher-Medien-Magazin HITS für KIDS  ab 100 Ex. über Ihren Kundenbetreuer oder direkt im Vertrieb von KNV. Mail: vertrieb@knv.de

 

 

Sichtweisen.

Entdecken Sie klares Design, Anklänge an die Klassische Moderne, Schattenspiele, grafische Formen, bewegte Bilder und altmeisterlich mit Aquarellfarben und Tusche gemalte Szenen. Antje Ehmann und Hans J. Jansen aus der Redaktion des Kinder-Medien-Magazins HITS für KIDS blättern für Sie besondere Bilderbücher auf.

 

1.

Der Karneval der Tiere

Marko Simsa (Text) / Ulrike Möltgen (Illustration)

Bei dem musikalischen Bilderbuch „Der Karneval der Tiere“ gerät man ins Schwärmen. Marko Simsa erzählt zur Suite des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns vom turbulenten Fest der Tiere. Den Text spricht er auch auf der beiliegenden CD. Damit ergänzt er das wunderbare Konzert, in dem allerlei Tierrufe durch Instrumente imitiert werden. Die Musik-Instrumente stellt er den Zuhörern am Ende vor.

Ein weiterer, absoluter Höhepunkt sind die außergewöhnlichen Illustrationen, die Klang und Schwung der Stücke aufzunehmen scheinen. Es sind farbenfreudige, mit vielen Blickelementen versehene Bilder. Sie wurden in einer aufwendigen, traditionellen Collagen-Technik entwickelt. Beim genauen Hinschauen sind Schnüre zu entdecken und verschiedene Papiere. Die Bilder laden zum Entdecken ein. Immer begibt sich der Betrachter auf die Suche, um den Auftritt der Löwen, der Schildkröten, des Elefanten, der Hühner und aller anderen Tiere mitzuerleben. Auf den ersten Blick fühlte ich mich an Gemälde der Klassischen Moderne, etwa an Kandinsky, erinnert. Aber es ist gerade der eigene Stil der jungen Künstlerin Ulrike Möltgen, der bei diesem Buch fasziniert. Gönnen Sie sich das vielfache Vergnügen! Ab 5 J.

H.J.J.

 

2.

Der Kirschbaumjunge

Mark Sommerset (Text) / Rowan Sommerset (Illustration)

Aus dem Englischen übersetzt von Andreas Steinhöfel

Gelungene Grafik, edle Ausstattung und eine effektvolle Aufklappseite: „Der Kirschbaumjunge“ bietet für Kinder und für Erwachsene unterschiedliche Zugänge. Vordergründig möchte der Junge die köstlichen Früchte vom Baum am anderen Flussufer essen. Aber es steckt noch viel mehr in der poetischen Geschichte. Es ist eine Parabel von Beharrlichkeit, vom Geduldhaben und vom Größerwerden.

Mark Sommerset erzählt wie im Zeitraffer mit zwei Figuren: ein sprechender Vogel als Mahner und Verhinderer und ein Junge, der an seinem Traum festhält und am Ende dafür belohnt wird.

Die Illustrationen von Rowan Sommerset sind auf wesentliche Details konzentriert und öffnen einen weiten Raum für eigene Ideen und Assoziationen. Durch den digital pen wirkt die Figurenzeichnung fast skizzenhaft. Die Kirschbäume – einfache Kreise in satten Rottönen auf dem braunen Stamm – prägen sich in ihrer grafischen Reduktion ein. Ein besonderer Effekt entsteht durch Lack, der die Wellen des Flusses und die Fußspuren des Jungen sichtbar macht: Fast meint man, das Nass zu spüren. Ab 4 J.

A.E.

 

3.

Eine lange Straße lang

Frank Viva (Text und Illustration)

Mit den Augen und dem Finger kann man sie ganz einfach verfolgen: die leuchtende, gelb lackierte, kurvige Straße, die Frank Viva zum durchgehenden Strich seiner Geschichte macht. „Eine lange Straße lang“ saust sein Radfahrer durch Tunnels und über Brücken, vorbei an Menschen, Tieren, Häusern, schneller und schneller. Der kanadische Designer und Illustrator zoomt ganz nah an kleine Straßenszenen heran oder nutzt die Totale für den Blick über die Landschaft und das Meer. So setzt er verschiedene Perspektiven und Bildausschnitte ein und erzeugt gekonnt Abwechslung. Die Entscheidung für eine reduzierte Farbpalette in hellblau, schwarz, weiß, korallrot und currygelb korrespondiert mit der bewussten, stilsicheren Ästhetik der flächigen Illustrationen samt ausgeklügelter Typografie. Dabei hat die Geschichte trotz weniger Worte gleich mehrere Bedeutungsebenen: Der Weg ist das Ziel (Vielleicht der Halt an der Bibliothek?). Fahrradfahren tut gut. Das Leben hat viel zu bieten, wenn man die Augen nur offen hält. Und auf dem Rückweg sieht alles anders aus. Dem Bilderbuch liegt ein Leporello bei und das bietet den perfekten Panoramablick! Klares Design trifft hochwertige Buchausstattung. Alles wie aus einem Guss! Ab 4 J.

A.E.

 

4.

Schattenmonster

Felicitas Horstschäfer / Johannes Vogt

Aufgepasst! Wer die verschiedenen Pop-Up-Elemente des Bilderbuches hochklappt und mit der Taschenlampe in die so entstandenen, einzelnen Zimmer hineinleuchtet, wird überrascht. Plötzlich sieht man über die Rückwand „Schattenmonster“ huschen, die man hinter all den Möbeln und Gegenständen gar nicht vermutet hätte. Das sind nicht nur die im Monsterlexikon witzig beschriebenen Figuren: Eine ganze Reihe weiterer Geister haben sich dort versteckt. Jeder Betrachter wird seine Gespenster finden. Das ist der Reiz dieses Bilderbuchs. Doch was ist das? Vor Theo taucht plötzlich der Schatten einer Katze auf! Ist sie auch auf der Suche nach Ungeheuern?

Die Illustratorin Felicitas Horstschäfer und der Ausstellungsmacher Johannes Vogt nutzen für die Gestaltung dieses Such-Pop-Ups einfache Formen und klare Farben. Dies lässt Raum für die eigene Fantasie. Am besten, man schaut das ungewöhnliche Buch im Dunkeln an und hält mit der Taschenlampe genügend Abstand, damit sich die Monster an die Öffentlichkeit trauen. Und jetzt viel Spaß, denn der ist gewiss. Ein Such-Pop-Up mit Taschenlampe ab 5 J.

H.J.J.

 

5.

Die Welt der wilden Tiere

Dieter Braun (Text u. Illustration)

Ein klassisches Tierbuch wollte Dieter Braun machen und dabei den Fokus auf die Illustrationen der Tiere legen. In „Die Welt der wilden Tiere“ porträtiert er Tiere, die in Afrika, Südamerika, Asien, Australien und in der Antarktis leben. Kurze Texte geben lebendig und teils anekdotenhaft Wissenswertes zu der jeweiligen Tierart wieder. Artenname und mehrseitiger Index mit allen Tieren in Kleinformat runden das Ganze gelungen ab. Die Darstellungen überzeugen in ihrer klar reduzierten, sehr ästhetischen Grafik. Dabei setzt der vielseitige Gestalter komplexe natürliche Formen in geometrische Formen um. Der Effekt ist stets verblüffend: Das Fell des Gepards mit vielen kleinen braunen Kreisen und Dreiecken, der Augenfleck auf den Schmuckfedern des Pfaus als Halbkreis oder die gewaltigen Zähne des Salzwasserkrokodils durch spitze Dreiecke markiert. Auf www.brauntown.com sind einzelne, von Hand vorgezeichnete Tierskizzen zu sehen. Die feinsinnige Kolorierung sowie die Komposition einzelner Formen erfolgt dann digital. Für Tierliebhaber jeden Alters!

A. E.

 

6.

Safari

Dan Kainen (Foto) / Carol Kaufmann (Text)

Mit „Safari“ sind wir mitten im kenianischen Nationalpark Masai Mara. Hebt der Leser den um das Foto liegenden Rahmen, spurtet der Gepard in rasender Geschwindigkeit los. Basis dafür ist die neue Photicular™-Technik. Hierfür werden einzelne Videoaufnahmen in sehr dünne, aufeinanderfolgende Streifen aufgeteilt, aus denen sich das Masterbild zusammensetzt. Darüber wird eine Folie dünner Linsen gelegt, so dass das Bild scheinbar zum Leben erwacht. Der genüsslich schmausende Gorilla, das trippelnde Nashorn, das galoppierende Zebra, der Elefant mit seinen Riesenohren, die Gazelle im Spurt und die Giraffe im lockeren Passgang: Diese Bilder sind ein unerwartetes Naherlebnis.

Auch die prägnanten Texte wie aus einem Safari-Guide faszinieren. Sie vermitteln grundsätzliches Wissen zu den einzelnen Tieren: über Laufgeschwindigkeit, Zusammenleben, Lebenserwartung, Nahrung und Feinde. So erfährt etwa der Leser, dass das Revier einer Löwengruppe dreimal so groß wie das Ruhrgebiet sein kann. Außerdem geht das Buch auf die Historie der Safari ein. Ein gelungener Einblick in die Welt der afrikanischen Tiere! Ab 5 J.

H.J.J.

 

7.

Was machen die Mädchen heute?

Was machen die Jungs heute?

Nikolaus Heidelbach (Text u. Illustration)

Vor zwanzig bzw. fünfzehn Jahren sind seine ersten beiden Bilderbücher mit den Jungs und den Mädchen erschienen. Aktuell und sehr persönlich blickt Nikolaus Heidelbach erneut in menschliche Abgründe und fragt: „Was machen die Mädchen heute?“ und „Was machen die Jungs heute?“

Formal nutzt er dieselbe strenge Struktur: Er präsentiert jeweils 26 Mädchen und 26 Jungen, alphabetisch geordnet nach den Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen. Auf der linken Seite steht ein knapper Satz auf weißem Hintergrund, die Vignette ziert ein „Engelchen“ bei den Mädchen, bzw. ein „Teufelchen“ bei den Jungs. Auf der rechten Seite zeigt er eine mit Aquarellfarben und Tusche gemalte Momentaufnahme. Dabei handelt es sich stets um eine ungewöhnliche und aufsehenerregende Interpretation des Textes. Dem Satz „Bodo spielt ganz alleine.“ stellt der vielfach preisgekrönte Künstler etwa folgende fantastisch-realistische Szene gegenüber: Während der Junge auf seinen Laptop stiert, sieht man nur als Betrachter, wie sich aus dem Tapetenmuster hinter ihm Augen entwickeln und – Spionen gleich – auch auf seinen Bildschirm schauen. Heidelbach irritiertund fasziniert. Er evoziert Erstaunen, Gruselgefühle oder bricht messerscharf Tabus. Grandios! Ab 7 J.

A. E.

 

Zuerst abgedruckt in „Bücher-Medien-Megazin HITS für KIDS“, Ausgabe Winter 2014/2015. Copyright beim Verlag: HITS für KIDS GmbH, 65462 Ginsheim-Gustavsburg, redaktion@hitsfuerkids.de, www.hitsfuerkids.de. ViSP: Hans J. Jansen. 

 

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Die Frage:

In welchem Jahr erschien „Der Grüffelo“ zum ersten Mal?

 

Die Antwort mit Name, Adresse und Alter an:

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Einsendeschluss: 28.02.2015.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden benachrichtigt.

Wir danken dem Verlag BELTZ für die Bereitstellung der Gewinne.

 

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